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FoCol- Erfassung und Charakterisierung der deutschen Ameisen- (Formiciden-) Sammlungen und ihrer Typen

Das Projekt FoCol ist ein Subprojekt von GBIF-D. Das Global Biodiversion Information Facility-Projekt (GBIF) hat die möglichst vollständige Digitalisierung aller auf der Erde lebende Organismen zum Ziel. Sämtliche Informationen können dann kostenlos über das Internet abgerufen werden. Dieses große Ziel kann nur annähernd erreicht werden kann, wenn sich daran mehrere Länder beteiligen und die einzelnen Organismengruppen aufgeteilt werden. In Deutschland gibt es daher mehrere Sub-Projekte die über Knotenpunkte miteinander verbunden sind. Näheres zu diesem System kann man auf der deutschen GBIF-Seite erfahren.

FoCol beschäftigt sich mit den Ameisentypen in deutschen Sammlungen. Bis heute ist nicht bekannt, welche Institute Ameisensammlungen in welche Größe beherbergen und es gibt fast keine Dokumentation über Typus-Material in deutschen Museen.

 

Bei FoCol soll nicht nur das Typus-Material aufgenommen werden, sondern auch eine Übersicht über deutsche Forschungsinstitute, die Ameisen-Sammlungen beherbergen, entstehen. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem die Eckdaten der Sammlungen in Erfahrung gebracht werden sollen.

Diese Fragen beziehen sich auf

• Die Größe der Ameisen-Sammlung

• Die Unterbringung der Sammlung

• Vorhandenes Typus-Material

• Organisation der Sammlung

• Wichtige Sammler

• Sammlungsschwerpunkte

• Myrmekophile

 

Das eigentliche Ziel von FoCol ist aber die Katalogisierung des primären Typus-Materials. Von den vorliegen Typen bzw. Typus-Serien wird ein Datenblatt erstellt, welches dann direkt über GBIF-D oder den Systax-Server der Uni Ulm abgerufen werden kann.

Das Datenblatt enthält folgende Daten für jeden Typus bzw. Taxon:

• Der Taxon-Name, also der Name unter dem die Ameise ursprünglich beschrieben wurde

• Der Hinweis auf das entsprechende Litertaturzitat

• Der heute gültige Name für das Taxon mit dem entsprechenden Literaturzitaten zur Revision

• Daten die auf den Etiketten vermerkt sind, hauptsächlich Fundortangaben, die aber noch mit den Literaturangaben verglichen werden

• Welche Art von Typus-Material liegt vor: Holo- , Syn- oder Cotypus

• Wie groß ist ggf. die Typusserie

• In welchem Museum befindet sich das Typus-Material

 

Zusätzlich werden noch alle Etiketten der Nadel und die Typus-Exemplare fotografiert.

Grundsätzlich werden von jeder Ameise mindestens drei verschiedene Aufnahmen gemacht: eine von frontal, eine von lateral und eine von dorsal. Wenn nötig werden noch weitere Detailaufnahmen gemacht.

Um tiefenscharfe Bilder hoher Qualität zu bekommen, werden die Ameisen unter einem Binokular fotografiert, dass direkt mit einer digitalen Kamera gekoppelt ist. Von jeder Ansicht werden je nach Größe der Ameise und eingestellter Vergrößerung am Binokular bis zu 120 verschiedene Aufnahmen der Ameise in gleicher Position gemacht, wobei jede der Aufnahmen in einem anderen Tiefenschärfebereich aufgenommen wird. Die Kamera leitet die einzelnen Aufnahmen direkt an einen PC weiter, der dann mit Hilfe des Programms AutoMontage© von Syncroscopy die Aufnahmen zu einem tiefenscharfen Bild verrechnet. Anschließend werden die Fotos noch mit Adobe Photoshop bearbeitet.

Ein ausführliches Protokoll zum Arbeiten mit AutoMontage© und der anschließenden Fotobearbeitung kann auf Anfrage als pdf-Datei verschickt werden.

 

weitere Informationen finden Sie unter www.anttypes.org

Beispiel-Datensatz: FoCol0192


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